Die Fischerei als reiche Quelle von Eiszeitfossilien

Die Fischerei als reiche Quelle von Eiszeitfossilien

Die Nordsee, gelegen zwischen den Britischen Inseln und dem europäischen Kontinent, ist eine der reichsten Fundstellen für fossile Säugetierreste aus der Eiszeit, die einen Zeitraum von etwa 2,5 Millionen Jahren umfasst. Diese Fossilien wurden von sogenannten Baumkorkuttern geborgen, die mit ihren großen Netzen über den Meeresboden schaben. Neben Plattfischen wie Seezunge, Steinbutt und Scholle fangen diese Netze auch allerlei Dinge ein, die auf oder im Meeresboden liegen.

Manchmal liegen diese Objekte dort schon sehr lange, wie die Zähne und Backenzähne von Mammuts, die einst hier lebten, als die Nordsee noch trockenes Land war. Damals war die Nordsee Teil von Savannen- und Steppenlandschaften. Diese fossilen Überreste erzählen eine faszinierende Geschichte vom Leben auf dem Boden der Nordsee – von Tieren, aber auch von Menschen, die diesen Teil Nordwesteuropas einst bewohnten.

Die Ausstellung „Die Mammutsteppe“ erzählt die Geschichte dieser längst vergangenen Zeit anhand teils äußerst spektakulärer Funde.