Große Pflanzenfresser

Die Mammutsteppe erstreckte sich von den Britischen Inseln im Westen über die trockene Nordsee, Europa, große Teile Asiens und die trockene Beringsee sowie die Beringstraße bis nach Nordamerika im Osten. Diese kalte, trockene und nahezu baumlose Grassteppe war das Reich der großen Pflanzenfresser.
Neben Wollhaarmammuts und Wollnashörnern lebten hier in großer Zahl Wildpferde, Steppenwisente und Auerochsen. Der Steppenwisent, ein echter Grasfresser, war ein Herdentier. Von ihm wurden Hunderttausende Skelettteile gefunden. Diese Knochen zeigen, dass die Schulterhöhe dieser Rinder weit über zwei Meter lag, fast so groß wie die eines kleinen Wollhaarmammuts.
- Wildpferde – Equus caballus LINNAEUS, 1758
- Steppenwisente – Bison priscus BOJANUS, 1827
- Auerochsen – Bos primigenius BOJANUS, 1827
Der Auerochse
Bos primigenius BOJANUS, 1827
Neben großen Pflanzenfressern wie Pferden, Nashörnern und Steppenwisenten gab es in unseren Regionen noch ein sehr großes Rind: den Auerochsen. Der Auerochse, auch Ur genannt, war viel seltener als der Steppenwisent. Beide waren etwa gleich groß. Der Auerochse, der Vorfahre der heutigen Rinder, die wir täglich auf den Weiden sehen und die Milch produzieren, konnte mühelos eine Schulterhöhe von über zwei Metern erreichen.
Hier ist ein vollständiger Schädel eines Auerochsen aus dem späten Pleistozän neben einem Schädel eines heutigen Rindes, Bos taurus LINNAEUS, 1758, ausgestellt.