Glyptodont

Die Megafauna der heutigen südamerikanischen Länder Brasilien, Uruguay und Argentinien war in der Eiszeit durch gigantische Bodenfaultiere und Riesengürteltiere, die sogenannten Glyptodonten, geprägt. Diese gepanzerten Tiere, die mit den heutigen Gürteltieren wie den Gürteltieren (Armadillos) verwandt sind, konnten eine Länge von über 1,5 Metern erreichen und zwischen 1500 und 2000 Kilogramm wiegen. Sie sind ausgestorben.
Der Name Glyptodont bedeutet „gekerbter Zahn“; die Zähne zeichnen sich durch tiefe Rillen aus. Von den Glyptodonten sind viele verschiedene Arten bekannt; sie waren Pflanzenfresser und bewohnten Flussufer sowie die Pampa, die weiten Graslandschaften des pleistozänen Südamerikas. Es wurden auch Glyptodonten in Nordamerika gefunden, doch diese waren weniger spektakulär als die Exemplare aus ihrem Ursprungsgebiet in Südamerika.
Der knöcherne, kuppelförmige Panzer bestand aus vielen verschiedenen Segmenten oder Hornplättchen und bot vermutlich einen hervorragenden Schutz vor Angriffen von Raubtieren jener Zeit. Auch die Oberseite des Schädels war mit solchen harten Hornplättchen bedeckt.
Dieses lebensechte Modell basiert auf dem Fossilienbestand, das heißt, es wurde anhand von gefundenen Fossilien modelliert. Ein Schädel-Fossil sowie ein Teil des knöchernen Panzers sind ebenfalls hier in Historyland zu sehen.