Mammuthütte

Am Freitag, den 3. April, wird im Geschichts-Themenpark Historyland in Hellevoetsluis eine echte Mammuthütte gebaut – eine einmalige Attraktion in den Niederlanden.

Menschen und Mammuts lebten in der Eiszeit gemeinsam auf einer kalten, trockenen und nahezu baumlosen Grassteppe, die in der Fachsprache als „Mammutsteppe“ bezeichnet wird. Um Schutz zu schaffen, nutzten die Menschen jener Zeit – darunter auch Neandertaler – Skelettreste von Mammuts zum Bau von Hütten. Große Knochen wie bis zu einem Meter lange Gliedmaßenknochen, bis zu drei Meter lange Stoßzähne, Becken, Schulterblätter und Schädel wurden zu stabilen Konstruktionen zusammengefügt. Diese Hütten waren über zwei Meter hoch, etwa drei Meter im Durchmesser und wurden mit Tierhäuten bedeckt.

In den heutigen Niederlanden und auf dem damals trockenliegenden Gebiet der Nordsee lebten einst Tausende von Mammuts, die vom Menschen gejagt wurden. Knochen, Zähne und Backenzähne werden heute noch durch die Baumkurrenfischerei vom Meeresboden geborgen, wo sie über Jahrtausende erhalten geblieben sind.

Auf Basis von Abgüssen dieser Mammutskelettteile aus der Sammlung des Mammutlabors in Historyland hat der Wissenschaftskünstler Jim van Dijk aus Bergeijk – in Zusammenarbeit mit den Experten des Mammutlabors – eine solche Mammuthütte rekonstruiert. Der Aufbau findet am Donnerstag, den 2. April, und Freitag, den 3. April, statt.

Diese einzigartige Installation erzählt die Geschichte vom Überleben auf der Mammutsteppe.