Riesenbodenfaultier

Teilskelett (Teil des Rumpfes, der Halswirbelsäule und des Ober- und Unterkiefers) eines Riesenbodenfaultiers aus der Gattung Scelidotherium. Vertreter dieser Gattung kamen ausschließlich in Südamerika vor. Diese originalen Skelettteile stammen aus der Fundstelle El Caño, 10 km nordwestlich von Colonia del Sacramento in Uruguay.
Diese Riesenbodenfaultiere lebten im Mittel- und Spätpleistozän, vor etwa 800.000 bis 12.000 Jahren, und zeichneten sich durch ihren langgestreckten und schmalen Schädel aus, der an einen Ameisenbären erinnert. Der Gattungsname Scelidotherium bedeutet „Oberschenkelknochen-Tier“ und bezieht sich auf die charakteristischen Merkmale des großen Oberschenkelknochens dieser ausgestorbenen Bodenfaultiere.
Diese Tiere waren Pflanzenfresser, die sich hauptsächlich von Früchten und Knospen ernährten. Ihre Gliedmaßen waren gut angepasst, um Knollen auszugraben. Mit einer Länge von etwa zwei Metern konnten sie ein Gewicht zwischen 150 und 200 Kilogramm erreichen.