Moschusochse

Moschusochse

Der Moschusochse ist, wie das Rentier, ein Relikt aus der Eiszeit. Im letzten Abschnitt der Eiszeit war der Moschusochse auf der Mammutsteppe weit verbreitet. Es handelt sich um ein relativ kleines Tier mit einer Schulterhöhe zwischen der eines modernen Schafes (Ovis) und eines Rindes (Bos), was auch den Gattungsnamen Ovibos erklärt.

Heutzutage kommt der Moschusochse noch im Norden Skandinaviens, im hohen Norden Sibiriens und in Nordamerika vor. Am Ende der Eiszeit starben sie in Europa und Asien aus, überlebten jedoch im Norden Nordamerikas. Erst im letzten Jahrhundert wurden diese Eiszeittiere vom Menschen wieder in Skandinavien und im arktischen Sibirien angesiedelt.

Fossilien von Moschusochsen sind sehr charakteristisch und werden regelmäßig auch vom Boden der Nordsee geborgen. Am markantesten ist wohl der Schädel des Moschusochsen mit den enorm schweren und kurzen, abgeflachten Hornbasen. Bei männlichen Tieren berühren sich die Basen der Hörner fast, wie bei diesem Schädel von Ovibos moschatus gut zu erkennen ist, der im Permafrost Sibiriens gefunden wurde. Bei weiblichen Tieren gibt es einen großen Abstand zwischen den Hornbasen.