Die Bergung der Fossilien aus der Westerschelde

Es kostet viel Zeit, Geld und Mühe, die einzigartigen Fossilien aus der Westerschelde zu bergen. Sie liegen nicht nur 30 Meter tief, mitten in einer der meistbefahrenen Schifffahrtsrouten Europas, sondern sind auch äußerst schwer. Um sie zu bergen, braucht man einen Fischer mit einem speziellen Schiff, der bereit ist, viele Netze zu verlieren, und, vielleicht am wichtigsten: der keine Angst kennt. Anschließend müssen Experten das Fossil im Gestein erkennen. Das ist nicht einfach, da oft nur ein sehr kleiner Teil des Fossils sichtbar ist. Schließlich müssen die Fossilien präpariert werden. Das ist eine präzise und sehr zeitaufwendige Arbeit, insbesondere weil es sich um unbekannte Arten handelt, deren Skelettteile noch nicht beschrieben wurden. Zudem können die Steine Haifischzähne, Seeigel, Muscheln und viele andere Meerestiere enthalten. Ein Schädel kann schnell mehrere hundert Stunden Präparationsarbeit erfordern. Doch dann wird etwas sichtbar, das niemand auf der Welt je gesehen hat, und vielleicht wird eine neue Delfinart nach dem mutigen Kapitän benannt, der es gewagt hat, sie zu bergen (Scaldiporia vandokkumi – nach Kapitän Jan van Dokkum).